Kaffeeweißer – Was ist dran? Was ist drin?

Sie lieben es, Ihren Kaffee „weiß“ zu trinken. Zuhause greifen Sie auf die Milch im Kühlschrank zurück. Doch wie sieht es beispielsweise dann aus, wenn etwa am Wochenende die Milch ausgegangen ist? Hier kann Kaffeeweißer durchaus mal aus der Not helfen. Oder auf Reisen? Wenn Sie eine kleine Kaffeemaschine im Gepäck haben und sich, z.B. früh am Morgen, noch vor dem Hotelfrühstück, eine erste Tasse Kaffee zubereiten möchen?

Ach ja, Kaffeeweißer kann man sich natürlich auch in den Tee geben.

Es ist doch ziemlich unmöglich, immer Milch bei sich zu haben. Auch wenn sich ein angefangener Tetrapack wieder gut verschließen lässt, so ist doch die dauernde Kühlung ein Problem. Und schließlich ist auch Kondensmilch/Dosensahne, die sich auch ungekühlt länger hält, nicht für jeden eine Alternative. Zu fett, zu süß, zu viele Kalorien – Sie kennen die Argumente.

Die Lösung: Kaffeeweißer, die „Milch“ in Pulverform.

Kaffeeweißer Penny

Kaffeeweißer beim Discounter – günstig und lange haltbar.

Kaffeeweißer bedarf keiner Kühlung, ist sogar längere Zeit, einige Wochen, ohne Kühlung haltbar. Man bekommt ihn meist in Gläsern, somit kann er auch auf Reisen gut transportiert werden und löst sich in heißem Kaffee (oder Tee) sekundenschnell. Ein Löffel ins Heißgetränk, kurz umrühren…fertig! Kaffeeweißer ist auch sehr sparsam: Schon ein Kaffeelöffel  (ca. 2,5 gr.) reicht aus, damit eine Tasse schwarzer Kaffee eine eindeutig sahnige Komponente bekommt – geschmacklich und optisch.

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FLAT WHITE  – Was macht die flache weiße Kaffee-Spezialität so besonders?

Wie so oft: Bis ein neuer Trend von einem anderen Ende der Welt nach Europa und Deutschland schwappt, dauert es Jahre, manchmal sogar Jahrzehnte. So geschehen im Fall des Flat White. Der Name kam, so sagt Wikipedia, bereits in den 1980er Jahren in Australien auf und bezeichnet eine besondere Kaffee-Spezialität, die dem Cappuccino nicht ganz unähnlich ist. Die Größe der Tasse ist zumindest gleich. Kaffeekenner und –freaks kennen indes die spezifischen Unterschiede von Cappuccino und Flat White: Sie sind klein, aber fein.

Flat White vs. Cappuccino – Ristretto doppio vs. Espresso

Der Flat White unterscheidet sich von einem Cappuccino zunächst einmal dadurch, dass der eine, nämlich der klassische Cappuccino, aus einem normalen Espresso besteht, der Flat White hingegen gewöhnlich aus einem Ristretto doppio, einem doppelten, sehr kleinen, sehr starken Espresso – einer konzentrierten Espressovariante also.
Auch das Verhältnis von heißer Milch und Milchschaum ist beim Flat White ein anderes: Der Flat White enthält im Verhältnis etwas mehr Milch und weniger Milchschaum als ein Cappuccino.

„Schönwetterwölkchen“ sind beim Flat White unerwünscht.

Während für den klassischen Cappuccino sehr stark aufgeschäumte, sehr „luftige“ Milch benutzt wird (damit entsteht die typische Milchschaumhaube, die leicht über die Tasse hinausragt), ist der Milchschaum beim Flat White mit nur wenig Luft versetzt. Dieser sogenannte Microschaum (microfoam) ist sehr feinporig, fast flüssig und legt sich flach über den Kaffee. Spätestens hier wird klar, dass der Name Programm ist: Beim Flat White ist die Milchschicht flach und schließt mit dem Tassenrand ab.

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Gutes Wasser – besserer Kaffee. Wie kann ein Wasserfilter helfen?

Wenn Sie ein echter Kaffeeliebhaber sind, ist Ihnen diese Tatsache sicherlich nicht neu: Wer seinen guten Kaffee mit gutem Wasser herstellt, wird mit einem besonders guten Geschmack belohnt. Das gilt für das Aufbrühen mit Hand ebenso wie für die Benutzung eines Kaffeevollautomaten. Im letzteren Fall, egal welche Art der Kaffeemaschine Sie benutzen, ist der Gebrauch von gutem Wasser ebenfalls von Vorteil: Es verhindert eine übermäßige Verkalkung des Kaffeebereiters, verlängert damit die Entkalkungszyklen und trägt schlussendlich auch zur Verlängerung der Lebensdauer von Kaffeemaschinen bei.

Wasser ist nicht gleich Wasser

Auch wenn es strenge Richtlinien im Hinblick auf die Trinkwasserqualität gibt: Beim Wasser, das wir aus unseren Leitungen beziehen, gibt es von Stadt zu Stadt, von Region zu Region, Unterschiede. Die spezifische Eigenart des Wassers ist abhängig von verschiedenen Substanzen, die im Wasser enthalten sind. Natürliche Stoffe wie Mineralien können den Geschmack positiv beeinflussen. Zu viele davon oder die falschen hinterlassen einen schalen Kalkgeschmack im Kaffee. Künstliche Zugaben zum Trinkwasser, zu viel Chlor beispielsweise, verursacht einen schlechten Geruch. Beides gilt als überaus störend, denn es überdeckt die köstlichen Aromen des Kaffees und schmälert das Genusserlebnis oft empfindlich.

Wasserhärte – wichtig ist das richtige Maß

Stark vereinfacht: Jedes Wasser hat einen bestimmten Härtegrad, der je höher ist, desto mehr Kalkrückstände sich im Wasser befinden. Abhängig ist dies von den Bodenverhältnissen, aus denen das Wasser kommt.

Ist das Wasser zu hart, hat es also einen hohen Gehalt an Kalzium- und Magnesiumionen, setzen sich diese beim Erhitzen z.B. als grauer Belag (Kesselstein) ab. Die Wasserhärte hat auch Einfluss auf den ph-Wert des Wassers: Hartes Wasser reagiert eher basisch, weiches Wasser eher sauer. Beides ist nicht wünschenswert: Vollenthärtetes (saures) Wasser verstärkt den säuerlichen Geschmack von säurebetonten Kaffeesorten, von hellen Röstungen oder schnell geröstetem Kaffee noch zusätzlich. Im Gegensatz hierzu werden die feinen Fruchtsäuren, die speziell bei Arabica-Sorten vorkommen, durch einen basischen Charakter des Wassers neutralisiert. Außerdem entwickeln die härtebildenden Mineralien einen unerwünschten Nebengeschmack.

Das alles klingt nicht nach großem Kaffeegenuss und legt die Vermutung nahe, dass es höchst sinnvoll wäre, zum Kaffeekochen nur solches Wasser zu benutzen, das aufgrund seines Charakters zu einem perfekten Geschmackserlebnis führt.
Angesichts der Nachteile sowohl von zu hartem als auch zu weichem Wasser liegt der empfehlenswerte Idealwert bei etwa 8,3 – 8,4 °dH. Er ist also im oberen Bereich der Kategorie „weich“ angesiedelt.

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Unser TEST – Espressotasse

In welcher Espressotasse bleibt ein Espresso am längsten heiß?

Klein, stark, schwarz soll er sein und natürlich schön heiß! Nur ein Espresso, der diese Charakteristika erfüllt, darf sich auch mit Recht Espresso nennen. Serviert wird er traditionell in kleinen, relativ dickwandigen Tassen, manchmal auch in einem kleinen Glas.

Uns hat nun interessiert, wie das Gefäß beschaffen sein muss, das die Temperatur des Espressos am besten, am längsten bewahren kann.

 

Espressotasse

 

Espressotassen – die Auswahl

Unter einer Vielzahl verschiedener Tassen und Gläsern haben wir 3 ausgewählt:

  • eine braune, extra dickwandige Espressotasse 
  • eine cremeweiße Espressotasse mit normal dicker Wand – Standard
  • ein relativ dünnwandiges Espressoglas 

Die Versuchsanordnung der Espressotassen-Tests

Wir haben die Espressi für unsere verschiedenen Versuche aus einer Nespresso-Kapselmaschine gezogen, da hier eine optimale Austrittstemperatur des Espressos von ca. 70°C gewährleistet ist, unser Kaffeevollautomat konnte da leider nicht ganz mithalten.



Die beiden Tassen und das Glas wurden jeweils mit heißem, aber nicht kochendem Wasser gut vorgewärmt.
Die erste Messung mit einem digitalen Thermometer (Messung 1) galt der Austrittstemperatur des Espressos aus der Maschine, und zwar zu dem Zeitpunkt, als das Thermometer sich auf die Temperatur eingestellt hatte und wieder abzusinken begann.
Die zweite Messung (2) fand nach einer Minute, die dritte (3) und vierte (4) je nach einer weiteren Minute statt. Die Endtemperatur ermittelten wir also nach exakt 3 Minuten.
In einem weiteren Versuch testeten wir mit der extra dickwandigen braunen Tasse, inwiefern sich ein Verzicht auf Vorwärmen der Tasse auf die Temperaturentwicklung auswirkt.

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Pour over – Kaffee aufbrühen, nicht nur für Kenner

Kaffee aufbrühen, so möchte man meinen, war gestern. Heute ist „Pour Over“ angesagt, die bemerkenswert einfache und verständliche Methode, wie man sich schon eine einzelne Tasse Kaffee mit einem voll entwickelten Aroma und Körper zubereiten kann.

Dabei geht es im Falle des Pour Over um weit mehr als um ein neues Wort für ein altbekannes und gewohntes Vorgehen: das Zubereiten eines Filterkaffees. Dieses ist, wenn nicht gar eine Wissenschaft für sich, so doch zumindest eine Zeremonie geworden, und zwar von Anfang an. Wie selbstverständlich gehören Passion und Leidenschaft zum Pour over dazu. Der Genuss beginnt also schon beim Aufbrühen.

„Slow Coffee Style“ heißt es auch oft, „langsamer“ Kaffee. Was bedeutet, dass Sie sich beim Aufbrühen Ihres Kaffee Zeit lassen sollten. Kein Stress, keine Hektik. Seien Sie ganz entspannt! Zelebrieren Sie! Die perfekte Zubereitung einer Tasse sollte ungefähr 3 Minuten dauern. Die Zubereitung mehrerer Tassen natürlich entsprechend länger.

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